Der Wirtschaftsfaktor Stimme

 In Business, Innere Haltung, Körperhaltung, Präsentation, Reden, Sonstiges, Stimme allgemein, Verkaufen

Vier Gründe, warum und was die Stimme mit Deinem Umsatz zu tun hat

Deine Stimme hat einen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg Deines Unternehmens? Diese Frage lässt sich mit einem klaren JA beantworten. Und zwar branchenübergreifend!

 

Warum ist das so?

1. Stimme schafft Vertrauen und verkauft

Ob am Telefon oder im persönlichen Verkaufsgespräch: „Eine gute Stimme dringt bis zum Logenplatz im Kundengehirn vor.“ (Dr. Hans Eicher).

Menschen kaufen nicht ohne Sicherheit und Vertrauen in den Verkäufer. Und – Überraschung – hinter jedem Kunden steckt ein echter Mensch! Ein souverän und sympathisch auftretender Verkäufer ist somit neben einem guten Produkt oder einer guten Dienstleistung entscheidend für den Vertragsabschluss.

Und was ist das wichtigste Instrument des Verkäufers: Die Stimme! Hier gilt es eine gute Balance zu finden und ungünstige Angewohnheiten aufzuspüren und zu verändern. Eine pathetische Sprechweise wirkt beispielsweise unecht und aufgesetzt. Angespannte Stimmen lösen auch beim Zuhörer eine Anspannung aus. Nasale Stimmen wirken arrogant oder empfindlich. Harte und gepresste Stimmen wirken aggressiv und kalt! Ein entspannter, wohlklingender, abwechslungsreicher Stimmklang in Kombination mit einer deutlichen und natürlichen Aussprache ist für jeden Vertriebler und Verkäufer essentiell und ist für die Verkaufsquote entscheidend.

2. Stimme ist Präsentationstool Nummer 1

Eine Studie (2012) des Hamburger Instituts praesentarium stellte bei einer Befragung von 5.000 Leuten aus dem Top-Management fest, dass 82% aller Präsentationen als langweilig eingestuft werden. 82%! Dafür gibt es sicherlich nicht nur den einen Grund, Hauptursache wird jedoch mit Sicherheit nicht der Inhalt der Präsentationen gewesen sein. Mit dem richtigen Einsatz der Stimme, Pausensetzung und Wortwahl und weniger Verlass auf die mit Text überfüllten Powerpoint-Folien, können Zuhörer auch von weniger spannenden Themen begeistert werden – wenn Du selbst von Deinem Thema überzeugt bist!

Kunden oder Mitarbeiter zu begeistern und von Produkten und Dienstleistungen zu überzeugen ist in hohem Maße abhängig von der Stimme und der dadurch erzeugten Wirkung auf die Zuhörer!

3. Stimme ist Sympathie – und Kompetenzfaktor

Innerhalb der ersten Sekunden entscheiden wir, ob wir jemanden sympathisch finden oder nicht. Der erste Eindruck zählt. Entscheidend dafür ist, neben Charisma, Ausstrahlung und einem gepflegten Äußeren – der Stimmklang. Vertrauen und Glaubwürdigkeit schenken wir – wie der ein oder andere sicher schon bei uns gelesen hat – eher tiefen und wohlklingenden Stimmen. Piepsigen, gepressten und überstrapazierten Stimmen hören wir weniger gerne zu und stufen sie als inkompetent, wenig durchsetzungsfähig und unsicher ein.

Ein Anwalt, der sein Plädoyer monoton und leblos oder gar mit „Piepsstimme“ den Geschworenen vorträgt wird es – auch mit guten Argumenten – schwer haben.

Bei einem Geschäftstelefonat – bei dem wir uns nur auf die Stimme und den Inhalt konzentrieren können – entscheiden nur 13% des sachlichen Inhalts darüber, ob wir die Person als vertrauenswürdig und kompetent einstufen. Der Rest wird über die Kongruenz von Sprache, Intonation, Stimme und Wortwahl entschieden.

Gut funktionierende Kundenbeziehungen, Mitarbeiterbindung und lukrative Kooperation brauchen diesen Sympathiefaktor, um nachhaltig und langlebig zu sein.

Das heißt natürlich nicht, dass Leute ohne das fachliche Know-how diesen ersten Eindruck aufrecht erhalten können. Um nachhaltige Beziehungen aufzubauen, müssen fachliche Kompetenz und sympathischer Stimmeinsatz gleichermaßen eingesetzt werden.

Und das Grundlegendste zum Schluss:

4. Stimme verrät Deine Stimmung

Gefühle sind in der Stimme hörbar. So werden sich auch Unsicherheit, Ablehnung und Stress unmittelbar im Stimmklang wiederfinden. Welcher Kunde, Geschäftspartner oder Kollege hört da noch gerne zu und lässt sich begeistern und überzeugen? Nicht überzeugte Geschäftspartner und Kollegen bedeuten: Weniger Verkauf = weniger Umsatz oder ineffiziente Zusammenarbeit im Projekt = mehr Kosten/weniger Gewinn.

Einer der häufigsten Kündigungsgründe für Mitarbeiter in Unternehmen ist übrigens die Unzufriedenheit mit dem Vorgesetzten. Niemand arbeitet gerne für einen unfreundlich (klingenden) Chef – auch wenn er es eigentlich nicht so meint und sich nicht bewusst ist, wie er wirkt. Und wie wir alle wissen: Zuverlässige, treue und motivierte Mitarbeiter sind ganz klar ein entscheidender Faktor, nicht nur für den finanziellen Erfolg eines Unternehmens.

Bist Du Dir immer bewusst, wie Du auf Deine Umgebung und Gesprächspartner wirkst? Es lohnt die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf diesen Aspekt! Denn eines ist sicher: Du wirkst auf jeden Fall auf Dein Gegenüber!

Übrigens: Eine Möglichkeit, Dich in die richtige Stimmung zu bringen, wenn Du mal nicht gut drauf bist, kannst Du hier nachlesen.

Inwiefern bemerkt Ihr die Bedeutung der Stimme im Businessalltag? Teilt gerne Eure Erfahrungen und Ideen mit uns!

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