Warum Stimm- und Sprechtraining in der Gruppe Sinn macht

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Stimmtraining ist etwas sehr Individuelles. Jeder Mensch hat andere Gewohnheiten, Denkweisen und einen unterschiedlichen Alltag, die zusammen die Stimme und Sprechweise beeinflussen. Auch die Ansprüche an die Stimme, die Belastung und das Einsatzgebiet ist unterschiedlich. Wieso das Stimmtraining in der Gruppe – trotz der hohen Individualität – gerade Sinn macht, könnt Ihr im Folgenden lesen:

Wertvolles Feedback von anderen Teilnehmern

Eine Rückmeldung zur eigenen Wirkung auf andere Menschen von Teilnehmern im Seminar zu erhalten, ist aus meiner Sicht einer der größten Mehrwerte einer Gruppensituation. Zu selten hat man außerhalb der Trainingssituation die Chance ehrliches und wertschätzendes Feedback von unbekannten Leuten zu bekommen. Gerade in offenen Seminaren kommen Leute aus den unterschiedlichsten Branchen und Positionen zusammen, die alle von einer anderen Perspektive zuhören und beobachten. Dadurch kommen beim Feedback aus der Gruppe erfahrungsgemäß unglaublich viele unterschiedliche Aspekte zusammen, was einen großen Mehrwert für den einzelnen Teilnehmer bietet.

Lernen durch Beobachten 

Neben dem Feedback, was Du selbst durch die Gruppe erhältst, kannst Du auch sehr viel durch die reine Beobachtung der anderen Teilnehmer lernen. Wie und was genau beobachtet wird, sollte vorab besprochen werden. Dann ist es leichter in die „Beobachterrolle“ zu schlüpfen und sich auf die wichtigsten Punkte zu fokussieren. Das was Dir bei anderen auffällt – Verhalten, Körpersprache oder Sprechweisen die Du beispielsweise besonders gut findest – wirst Du im nächsten Schritt auch bei Dir selbst leichter wahrnehmen bzw. Dir zur Gewohnheit machen können.

Austausch von Erfahrungen und Unterstützung 

Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten kann sehr nützlich, tröstlich und inspirierend sein. In einem Gruppenseminar ist das perfekt möglich. Nicht nur während des Seminars tauschen sich die Teilnehmer aus, sondern auch in der Zeit nach dem Seminar – beim Alltagstransfer. Das ist besonders hilfreich, um die Motivation zu steigern, sich gegenseitig zu erinnern und Tipps auszutauschen.

Du bist nicht alleine mit Deinen Herausforderungen

Zu sehen und hören, dass Du nicht alleine bist mit Deinen Problemen kann eine große Entlastung sein. Es tut gut verstanden zu werden und sich mit Leuten auszutauschen, die ähnliche Schwierigkeiten oder Fragestellungen haben. Das macht stark und gibt Mut. Außerdem findet man gemeinsam häufig schneller und kreativere Lösungswege.

Intensive Beschäftigung mit der Stimme 

In einem Seminar beschäftigst Du Dich in der Regel über einen längerer Zeitraum mit dem Thema Stimme. Meist sogar einen ganzen Tag lang. Die Wiederholungen im Tagesverlauf sorgen für das besseres Abspeichern der neuen Informationen und der rege Austausch in den Pausen sorgt für ein ständiges Bewusstsein. Und Bewusstsein für die eigene Stimme und Sprechweise ist die Grundlage zur Veränderung.

Mehr Spaß

Ein ganz entscheidender Faktor, der bei keinem Training zu kurz kommen darf: Spaß. Wenn etwas Spaß macht, dann bleibe ich viel wahrscheinlicher über einen längeren Zeitraum „am Ball“ und speichere die Informationen und Erkenntnisse gerne ab. Gerade Stimmübungen kosten zu Beginn häufiger mal ein bißchen Überwindung. Einfach weil es ungewohnt ist und sehr persönlich. Auflockerung und Gelassenheit können da Wunder wirken. In der Gruppe ist der Spaßfaktor erfahrungsgemäß höher.

Gute Laune und Spaß sind übrigens sofort in Deiner Stimme hörbar. Und wer hört nicht gerne freundlich und gut gelaunt klingenden Stimmen zu?

Damit ein Stimmtraining in der Gruppe für die Teilnehmer erfolgreich wird:

Alle Teilnehmer müssen das Gefühl haben, dass das Training in einem geschützten Rahmen stattfindet. Je mehr die Teilnehmer sich öffnen und wirklich an ihrer Persönlichkeit arbeiten, desto langfristiger und effektiver das Ergebnis.

Dazu gehört auch, dass Feedbackregeln vorab besprochen werden und von allen Teilnehmern angenommen und umgesetzt werden. Mehr dazu kannst Du hier nachlesen.

Außerdem ist die Haltung aller Teilnehmer und Trainer entscheidend: Eine wertschätzende, interessierte und neugierige Haltung sich selbst und allen anderen Teilnehmern gegenüber, sorgt für eine inspirierende, produktive und angenehme Arbeitsatmosphäre.

Und zu guter Letzt sind die Vernetzung der Teilnehmer untereinander und ein ausführliches Follow-up die Erfolgsfaktoren für den angestrebten Alltagstransfer. Damit die Stimme auch im Alltag und in den entscheidenden Situationen im Job so klingt, wie im Seminar erarbeitet und die Erkenntnisse von Körperhaltung, Sprechweise und innerer Haltung auf die Sprechsituationen übertragen werden können, ist die Begleitung der Teilnehmer via Mails, Übungsbuch oder Follow-up Meetings in der Zeit nach dem Seminar unglaublich wichtig. Die Wahrscheinlichkeit in den „alten Trott“ zurück zu fallen ist sonst sehr hoch. Das Bilden von so genannten „Stimmteams“ hat sich in unserer Arbeit sehr bewährt und hält das Bewusstsein für die erarbeiteten Themen auch im Alltag präsent.

Habt Ihr schon Erfahrungen mit Stimmseminaren gemacht? Und was ist Euch in einem Seminar besonders wichtig? Lasst es uns auf Facebook, via Mail oder hier in den Kommentaren wissen.

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