Präsent sein – kann jeder.

 In Innere Haltung, Kommunikation, Körperhaltung, Körpersprache, Präsentation, Richtig Reden, Selbstbewusstsein, Soft Skills, Sonstiges, Stimme allgemein

Präsent und achtsam sein, zuhören, im Moment leben, da sein… Alles Begriffe die im Moment in aller Munde sind. Für viele eine große Herausforderung in der Umsetzung. Zu viele Ablenkungen und Entscheidungsmöglichkeiten scheinen uns die wirkliche Gegenwärtigkeit zu erschweren. 

Doch bevor wir näher auf das Thema eingehen: Wie präsent bist Du momentan? In Deinem Job, in Deinem privaten Leben, in Gesprächen mit Freunden, Familie oder Arbeitskollegen… Inwiefern gibt es Unterschiede auf Deiner Präsenz-Skala? Woran merkst Du selbst, ob Du wirklich da bist oder mit den Gedanken schon beim nächsten oder vergangenen Ereignis? Hast Du vielleicht schon Strategien entwickelt, die Dich in den Moment zurück bringen?

Wieso diese Fragen wichtig sind? Sie schaffen Bewusstsein und Bewusstsein ist – mal wieder –  ein entscheidendes Puzzleteil, um Deine Präsenz zu beeinflussen.

Präsenz – verstärkte Anwesenheit

Präsenz bedeutet „Anwesenheit“ (räumlich) und „Gegenwart“ (zeitlich) und wird gleichzeitig auch im Zusammenhang von „Verfügbarkeit“ verwendet. Reicht es also schon aus, wenn ich wirklich im Moment da bin? Wenn wir von einer präsenten Person sprechen, dann meinen wir doch, dass der Mensch irgendwie verstärkt anwesend ist. Eine gewisse Ausstrahlung hat, die dafür sorgt, dass er oder sie auffällt und sich abhebt. Es hat also wieder einmal damit zu tun, wie jemand auf uns wirkt.

Und woran merke ich denn nun, dass ich wirklich da und präsent bin? Wie kann ich messbar machen, dass ich nicht doch abgelenkt bin? Und bin ich weniger präsent, wenn ich im Gespräch oder während eines Ereignisses Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft zulasse? Manche Aussagen, musikalische Impulse oder Momente lösen nun mal sentimentale Gefühle aus. Wie schaffe ich es, dann trotzdem präsent zu sein?

Vielleicht ist es leichter aus einer anderen Perspektive nach der Antwort zu suchen: Der meines Gesprächspartners, der sicherlich an mehreren Hinweisen feststellen kann, ob ich wirklich da bin oder eben nicht.

Körpersprache

Ist mir mein Gesprächspartner zugewandt und offen? Hält er den Blickkontakt oder lässt er den Blick immer wieder abschweifen? Holt er zwischendurch sein Handy aus der Tasche und checkt parallel seine Nachrichten? Geht seine Aufmerksamkeit immer wieder in Richtung Tür oder zu umstehenden Menschen?

Kommunikation

Wird mir zugehört und auf meine Aussagen eingegangen? Stellt mein Gesprächspartner mir Fragen? Findet das Gespräch auf Augenhöhe statt oder ist eine Person wichtiger als die andere?

Stimme und Sprechweise

Klingt die Stimme sicher und souverän? Trägt sie durch den Raum oder ist sie flach und leise? Passt sie zu meinem Gegenüber oder ist die Sprechweise aufgesetzt und unnatürlich? Welches Sprechtempo hat mein Gesprächspartner und macht er Pausen? Spricht er oder sie in der individuellen Sprechstimmlage oder zu hoch oder vielleicht zu tief? Muss ich mich anstrengen, um ihm zuzuhören?

Mehr über einen präsenten Stimmklang kannst Du hier nachlesen.

Gefühl

Fühle ich mich als Gesprächspartner wohl? Kostet es mich Energie zuzuhören oder gibt es mir Energie? Fühle ich mich gehört, verstanden und wertgeschätzt? Kann ich meine Aufmerksamkeit mit Leichtigkeit auf die Person vor mir richten oder werde ich schnell abgelenkt?

Um an der eigenen Präsenz zu arbeiten, kann ich also auf verschiedenen Ebene ansetzen. Auf der physischen Ebene (Körperhaltung und -sprache und Atmung, um meine Stimme zu unterstützen), auf der Kommunikationsebene (zuhören, Fragen stellen…) und der innere Haltung (will ich überhaupt gesehen werden, geht es um mich oder mein Gegenüber oder beide gleichermaßen, welches Gefühl will ich bei meinen Zuhörern hinterlassen, bin ich neugierig, schätze ich die Aussagen meines Gegenübers und will ich sie überhaupt hören…).

Lenke Deinen Fokus auf die verschiedenen Ebenen und fange an zu forschen. An welchen Stellen bist Du schon völlig präsent und an welchen Stellen kannst Du noch an Dir arbeiten und was braucht es dafür?

 

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