Nicht in Stimmung? Das kannst Du ändern!

 In Allgemein, Entspannung, Gehirn, Innere Haltung, Körperhaltung, Körpersprache, Music, Selbstbewusstsein

Wie kann ich mich in wichtigen Sprechsituationen in die richtige Stimmung bringen? Also, sozusagen meine Gefühle „hacken“?

Das kennt wahrscheinlich jeder von uns: Wir haben ein wichtiges Gespräch vor uns, vielleicht mit dem Chef oder einem wichtigen Kunden, oder sogar eine Präsentation oder einen Vortrag vor vielen Menschen. Und ausgerechnet an dem Tag streiten wir uns vorher mit dem/der Liebsten, sind gestresst vom Trotzanfall des Nachwuchses, oder bekommen kurz vorher eine schlechte Nachricht. Kurz gesagt: Statt uns motiviert in die Sprechsituation zu geben, möchten wir uns eigentlich viel lieber mit einer großen Tafel Schokolade ins Bett zurückziehen…
Das wahre Leben sagt aber dann in den allermeisten Fällen: „Mir doch egal, wie Du Dich fühlst, Du musst da jetzt durch!“ Und weil wir gelernt haben, dass man sich dann zusammenreißt und sich nicht anstellt, machen wir das natürlich auch!

 

Sich seiner Stimmung nicht bewusst zu sein, kann nach hinten losgehen

Aber: Gehen wir jetzt in genau dem Zustand in das Gespräch, wird unsere Zuhörerschaft sofort mitbekommen, wie wir uns fühlen und  – im schlimmsten Fall –  diese Stimmung auf sich beziehen.

Du kannst Dir vorstellen, was passiert, wenn ein neuer Kunde im Sondierungsgespräch für den Großauftrag das Gefühl bekommt, Du bist genervt oder sogar aggressiv? Nicht die beste Ausgangslage für einen erfolgreichen Abschluss, oder?
Genau dasselbe gilt für ein größeres Publikum: Das kann nichts dafür, dass es Dir nicht gut geht. Aber es ist darauf angewiesen, dass Du Deinen Job gut machst. Sonst bleibt nichts von den wichtigen Inhalten hängen, die Du vermitteln solltest.

Deswegen ist es wichtig, dass wir in solchen Situationen intervenieren können, um uns gezielt wieder in eine gute Stimmung bringen zu können. Das heißt nicht, dass wir uns nie ärgern dürfen oder nie traurig sein dürfen –  es ist gut und gesund, auch negative Emotionen rauszulassen und zu kommunizieren. Aber eben in der passenden Situation, also gegenüber demjenigen, der sie ausgelöst hat oder beim Boxtraining nach Feierabend…

Unsere besten Launen-Hacks

…damit Du Dich jederzeit aus dem Stimmungstief selbst wieder rausziehen kannst:

Körpersprache wirkt –  nicht nur beim Gegenüber!

 

Beobachte Dich einmal selbst: Wenn wir uns in einer niedergeschlagenen Stimmung befinden, nehmen wir auch die entsprechende, meist gebeugte, spannungslose Haltung ein. Das wirkt einerseits auf unser gegenüber, andererseits – und das ist fast wichtiger – auch auf uns selbst! Indem wir in dieser Haltung bleiben, verstärken wir unsere Niedergeschlagenheit sogar. Genau erforscht hat das Amy Cuddy. Sie empfiehlt, ganz bewusst, sogenannte Power Poses einzunehmen, gerade wenn wir uns nicht danach fühlen. Denn unsere Physiognomie beeinflusst unsere Psychologie. Hier geht es zu ihrem sehr empfehlenswerten TED-Talk!
Dasselbe Prinzip kannst Du auch mit Deiner Mimik anwenden: 60 Sekunden Lächeln bewirken Dopamin-Ausschüttungen in Deinem Gehirn: Du wirst glücklicher!

 

Was ist in Deinem Fokus?

 

Eine positive Einstellung zum Leben hat nichts oder nur sehr wenig mit den äußeren Umständen zu tun, in denen wir uns bewegen. Forscher haben herausgefunden, dass Glück oder glückliche Momente vor allem dann verstärkt wahrgenommen wird, wenn wir unseren täglichen Fokus auf die kleinen, schönen Dinge im Leben richten. Wenn wir (wieder) dankbar sind für Dinge, die uns schon selbstverständlich vorkommen, merken wir auch, dass der übermäßige Fokus auf negatives Erleben unseres Alltags oft unnötig ist. Und einen schon gar nicht weiterbringt. Also: Wenn Du mal wieder nur lästern und jammern und Dich beschweren könntest – lass es einfach. Und denk stattdessen daran, wie glücklich Du Dich schätzen kannst, dass Du beispielsweise gerade diesen Artikel lesen kannst. Weil Du Internet hast. Und lesen kannst.

Wechsle öfter mal die Perspektive – auch im Umgang mit anderen! Frage Dich: Auf was will ich jetzt den Fokus legen? Für welche Gewichtung entscheide ich mich? Gibt es Aspekte an der Situation, die ich positiv bewerten kann?

Mit ein bisschen Übung kannst Du Dich dann auch in wichtigen, vielleicht schwierigen Sprechsituationen auf die positiven Seiten fokussieren und versinkst nicht hilflos in Deiner schlechten Laune…

 

Musik im Kopf

Musik wirkt so direkt wie nichts anderes auf das limbische System, das heißt, den Teil unseres Gehirns, der aus der evolutionären Perspektive schon sehr, sehr lange für unser Überleben sorgt, und der direkt mit Angst und Lust auf Reize reagiert. Auf Vernunft und Gedanken eher nicht so… Deswegen kannst Du Dir die Musik zu Nutze machen, indem Du dieses sogenannte „Eidechsenhirn“ mit der richtigen Hymne dazu bringst, deinen ganzen Organismus optimal auf die Situation einzustimmen. Hier steht genau, wie Du Deine Hymne findest.

 

Ich atme, also bin ich

 

Und wenn ich nervös atme, also schnell und flach, dann überträgt sich das auf meinen Gesamtzustand. Wenn ich nervös bin, meinen Atem aber zu ruhigen, tiefen Ausatmern zwinge, be-zwinge ich auch meinen Gemütszustand, der unweigerlich ruhiger und gelassener wird.

Andersrum geht´s auch: Du bist müde oder gelangweilt? Hechel oder schnauf schnell und kräftig durch die Nase ein und aus (im Yoga nennt man das die Feueratmung), dadurch wird Dein Kreislauf angeregt und Du wach und konzentrierter!

 

Haben wir was vergessen? Gibt es noch mehr Tipps, mit denen Ihr Euch in einen guten Zustand bringt? Dann kommentiert gern!

 

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