Mal wieder gestresst? Mozart hilft!

 In Atmung, Entspannung, Gehirn, Gesang, Innere Haltung, Körperarbeit, Präsentation, Präsentieren, Selbstbewusstsein, Singen, Sonstiges, Vortrag, Vortragen

Musik als Mittel zur Stressreduktion

Wer hat es noch nicht erlebt? Die Musik geht an und plötzlich ändert sich die Stimmung. Menschen fangen an sich zu bewegen, bekommen Gänsehaut, fangen an zu weinen oder lächeln, lehnen sich zurück und entspannen sich, lassen ihre Energie durch wildes Rumspringen raus… Musik treibt uns bei Sport zu Höchstleistungen an und beruhigt uns in stressigen Momenten.

Zahlreiche Studien berichten über den Einfluss von Musik auf unsere Emotionen, unsere Stimmung und unser Verhalten. Die Wissenschaft hat Nachweise erbracht, dass Musik Einfluss auf die neuronale Aktivität in bestimmten Hirnstrukturen nehmen kann. Das ist nicht nur für die Forschung im Bereich der Musiktherapie interessant, sondern auch für den Einsatz von Musik im privaten und vor allem beruflichen Alltag.
Stefan Kölsch beschreibt in seinen Studien u.a. die regulierende Wirkung von Musik auf Emotionen und Stimmung und die Bedeutung von Musik auf das Sozialverhalten. So führt das Hören und/oder Machen von Musik zu einem erhöhten Level von Empathie, einem größeren Zusammenhalt einer Gruppe und hat im Kindesalter einen Einfluss auf die soziale, emotionale und kognitive Entwicklung (Kölsch, 2014; 2015).
In der Medizin kann Musik außerdem eingesetzt werden, um die Dosis von Anästhetika und Sedativa zu reduzieren. Denn Musik kann eine Erhöhung der Aktivität des „Glückshormons“ Dopamin auslösen und die Aktivität von bestimmten Hirnstrukturen dämpfen, wodurch Angst, subjektiv erfahrener Stress und Stresshormone vermindert werden (Fürmetz, 2012). Das Hören von Mozart-Sonaten führte bei Patienten in intensivmedizinischer Behandlung zu einer Reduktion der Stresshormone und damit einhergehend einem niedrigeren Blutdruck und einer geringeren Herzfrequenz. Die Menge der Beruhigungsmittel konnte somit reduziert werden (Conrad et al., 2007).
Barbara Krahe und Stephan Bieneck (2012) von der Universität Potsdam konnten außerdem nachweisen, dass das Hören von schöner Musik den Ärger und aggressives Verhalten nach einer Provokation signifikant verringert.
Das sind nur einige wenige Beispiele von Studien, die in den letzten Jahren zu diesem Thema veröffentlicht wurden.

Wie viele Artikel und Fernsehbeiträge habt Ihr in der letzten Zeit über gestresste Manager, Konflikte durch aufgeheizte Stimmung in Unternehmen und das Phänomen Burn-out gelesen bzw. gesehen?

Wir meinen: Nutzt man die Erkenntnisse der aktuellen Forschung und setzt Musik gezielt auch im Berufsalltag ein, kann man die zunehmende Zahl der gestressten Manager, Führungskräfte und Mitarbeiter reduzieren und die aufgeheizte Stimmung in Unternehmen beruhigen. Und hierfür sind keine Beruhigungsmittel nötig – zumindest nicht die klassischen…

Womit kriegt ihr den Stress klein? Was ist Eure Lieblingsmusik zum Entspannen oder Wachwerden? Wir freuen uns über Eure Kommentare!

 

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