Durchsetzungskraft im Teammeeting

 In Business, Innere Haltung, Kommunikation, Körperhaltung, Richtig Reden, Sonstiges

Stell Dir vor Du sitzt in einem Meeting an einem langen Tisch mit mindestens zwanzig Kollegen. Es wird wild diskutiert und auch Du möchtest etwas sagen – doch niemand hört Dir zu.

Niemand scheint zu bemerken, dass Du Deine Stimme erhebst und einen Wortbeitrag liefern möchtest. Und damit sind wir mitten drin im Thema: Wie schaffe ich es, trotz wilder Diskussionen um mich herum und obwohl ich vielleicht eher der Introvertierte-Typ bin, trotzdem gehört zu werden? 

Machen wir uns hierfür zu folgenden vier Themen einmal Gedanken: Körperhaltung, Stimme, Mindset und die passende Vorbereitung. 

  1. Mindset
    Wahrscheinlich bei den meisten Menschen der wichtigste Ansatzpunkt. Möchtest Du überhaupt gehört werden? Also echt, echt, wirklich? Oder sagt eine leise Stimme in Deinem Kopf, dass es auch nicht so schlimm ist, wenn es niemand mitbekommt, was Du zu sagen hast? Falls es diese kleine Stimme gibt, dann ist es nicht so verwunderlich, wenn Du von Deinen Kollegen nicht gehört wirst. Deine Körpersprache (zu der wir gleich noch kommen werden) und Deine Stimme (ebenfalls) werden genau das bewirken – niemand hört Dir zu.
    Greife bewusst ein in Deine Gedanken und bereite Dich mental auf Deinen Wortbeitrag vor: „Ich habe etwas Wichtiges zu sagen.“ „Jeder soll hören, was ich zu sagen habe.“ usw….
  2. Vorbereitung
    Falls es Dir schwer fällt vor einer Gruppe zu sprechen, dann hilft es sicherlich, Dir die Worte vorher zurecht zu legen. Vielleicht ist es ein Thema, dass Du vorbereiten kannst? Dann tu das! Und zwar laut. Diskutiere mit Dir selbst. Was könnten für Einwände und Kommentare zu Deinem Wortbeitrag kommen? Wie kannst Du reagieren? Um Dein Testosteron-Level nach oben zu pushen, mache vor dem Meeting für zwei Minuten sogenannte Power Posen. Macht-Hormone können Dir in solch einer Situation nur helfen… 😉Präsentieren, Stimme trainieren
  3. Körperhaltung
    Entspannt zurückgelehnt oder ängstlich zusammengesunken im Stuhl hängend – das ist sicherlich keine Haltung mit der Du Dich durchsetzen kannst. Rutsche auf dem Stuhl nach vorne zur Kante, so dass Du Deine Sitzknochen gut spüren kannst. Deine Füße stehen fest auf dem Boden, Dein Rücken richtet sich auf, Deine Schultern sind leicht zurück und entspannt, Deine Arme haben Platz sich zu bewegen und liegen nicht eng am Körper an. Spätestens jetzt bemerkt jeder, dass Du bereit bist etwas Wichtiges mitzuteilen. So fällt es Dir selbst auch wesentlich leichter in die von rechts und links kommenden Wortmeldungen zwischen zu kommen.
  4. Stimme
    In solch stressigen, unentspannten Situationen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich Dein Bauch unbemerkt anspannt. Und genau das merken Deine Zuhörer in Deinem Stimmklang und Deiner Atmung. Lasse als ersten Schritt also ganz bewusst Deinen Bauch locker. Und bleibe bewusst in Deinem Eigentonbereich. Um über eine gewisse Lautstärke hinweg zu kommen – falls es nicht mehr möglich ist auf Sprechpausen Deiner Kollegen zu warten – brauchst Du eine möglichst resonanzreiche Stimme. Wärme Deine Stimme vor dem Meeting mit kleinen Übungen auf:

    1. Die Flatterlippe: Lasse Deine Lippe beim Tönen flattern –  so als ob Du das passende Geräusch zu einem Spielzeugauto machen würdest.

    2. Lockere Deinen Körper einmal durch und klopfe Deine Resonanzräume ab – mit oder ohne leisem summen: Den Brustkorb, Dein Gesicht, Deinen Kopf.
    3.Kausummen: „Kaue“ tönend folgende Lautkombinationen: mjomm, mjamm, mjemm, mjumm
    4. Falls Du die Möglichkeit hast in einem großen Raum zu üben: Stelle Dich an eine Seite des Raumes und versuche zielgerichtet eine imaginäre Person auf der anderen Seite des Raumes zu erreichen. Spiele mit der Lautstärke Deiner Stimme. Wie laut kannst Du werden? Wird Deine Stimme dann gleichzeitig auch höher? – Achtung: Niemand möchte eine hohe, penetrante Stimme im Meeting hören. Bleibe in Deiner persönlichen Sprechstimmlage (hier kannst Du nachlesen, wie Du dorthin kommst.).

Für jeden ist sicherlich ein anderer Ansatzpunkt am einfachsten anzugehen bzw. umzusetzen. Probiere aus, was bei Dir am besten und leichtesten funktioniert. Schritt für Schritt kannst Du so an den verschiedenen Elementen arbeiten und wirst schon bald in den Meetings gehört. 

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